Was macht die Region und ihre einzelnen Gemeinden jeweils aus? Wo liegen ihre spezifischen Stärken und welche Gemeinsamkeiten verbinden sie?
Am 4. Februar 2026 fand in Hinterzarten die Zukunftswerkstatt der Regionen Hochschwarzwald als Auftakt zur Entwicklung einer regionalen Zukunftsstrategie statt. Der Workshop diente dazu, dem prozessbegleitenden Planungsbüro nonconform einen gezielten und vertieften Einblick in die Region Hochschwarzwald sowie in die Besonderheiten ihrer Teilregionen und Gemeinden zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stand die Frage, was die Region und ihre einzelnen Gemeinden jeweils ausmacht, wo ihre spezifischen Stärken liegen und welche Gemeinsamkeiten sie als Region verbinden.

Ziel des Gesamtprozesses ist es, den Hochschwarzwald ganzheitlich als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum für Einheimische und Gäste weiterzuentwickeln und dabei die Vielfalt der Gemeinden gezielt zu stärken.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden der Prozess und das Beteiligungsdesign vorgestellt. Zentrale Leitgedanken sind das gemeinsame Denken von Alltag und Tourismus, die Stärkung regionaler Identitäten, die Aktivierung lokaler Potenziale sowie die Entwicklung konkreter Impulsprojekte in jeder Gemeinde.
In einer persönlichen Kennenlernrunde unter dem Leitmotiv „Ich bin einzigARTIG, weil …“ stellten die Regionalleitungen die Gemeinden in ihrem Verantwortlichkeitsbereich vor. Dabei wurde die große Vielfalt der Landschaften, die unterschiedlichen Prägungen der Gemeinden sowie die starke emotionale Verbundenheit der Akteurinnen und Akteure mit ihrer Region deutlich. Der Austausch machte sichtbar, dass gerade die Unterschiedlichkeit der Gemeinden eine zentrale Stärke des Hochschwarzwalds darstellt.
In den anschließenden Arbeitsphasen identifizierten die Regionalleitungen mithilfe der Metapher der „Zukunftsbänke“ zentrale Orte, Themen und Projektideen für ihre Teilregionen. Deutlich wurden dabei übergreifende Herausforderungen wie die Umnutzung leerstehender Kurhäuser, die Verbesserung von Mobilität und Infrastruktur, die Stärkung von Ortskernen sowie der Wunsch nach ganzjährigen, qualitativ hochwertigen Angeboten.
Auf einer Meta-Ebene kristallisierten sich vier Leitmotive heraus:
Die Vielfalt und Gegensätze der Region sollen bewusst als Stärke genutzt werden. Bestehende Infrastruktur soll reaktiviert und weiterentwickelt werden, statt neue Großprojekte zu schaffen. Attraktive Verbindungen – insbesondere im Bereich Mobilität – sind entscheidend für Zukunftsfähigkeit. Zudem sollen regionale Besonderheiten und ungewöhnliche Ideen mutiger sichtbar gemacht werden.
Patrick Schreib bedankte sich bei allen Teilnehmenden für den produktiven und kreativen Vormittag und hob hervor, dass aus der Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit der Teilnehmenden spannende, neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Er zitierte „Ex pluribus unum“ (Aus vielem wird eins), um zu betonen, dass durch das Schmecken jeder einzelnen Nuance und jedes Geschmacks die Einzigartigkeit der Region entsteht.
