Am 18. Juli 2026 kamen im Kurhaus Titisee Bürgermeister:innen und Gemeinderät:innen aus der gesamten Tourismusregion Hochschwarzwald zur Gemeinderats-Werkstatt zusammen. Der Termin markierte einen wichtigen Meilenstein im Zukunftsprozess der Hochschwarzwald Tourismus GmbH und des Büros nonconform: Aus den 72 Impulsprojekten der „Großen Reise“ sollten gemeinsame Prioritäten, regionale Synergien und konkrete nächste Schritte entstehen.

Vom Kirchturm zur regionalen Perspektive
Zu Beginn reflektierten die Teilnehmenden, wofür ihre Gemeinde heute steht und welche Stärken sie in die Region einbringt. Im Austausch mit Nachbargemeinden wurde deutlich, dass lokale Identität wichtig bleibt, die großen Zukunftsfragen aber nur gemeinsam beantwortet werden können. Gerade angesichts knapper kommunaler Haushalte rückt Kooperation stärker in den Mittelpunkt.
Impulsprojekte bündeln und priorisieren
Im Zentrum der Werkstatt stand die Sichtung und Einordnung der 72 Projektansätze aus allen 21 Gemeinden. Die Projekte wurden nach Aufwand, Wirkung und der möglichen Rolle der HTG bewertet – von rein kommunaler Umsetzung über Beratung und Kooperation bis hin zu Vorhaben mit federführender Rolle der HTG. So entstand ein klareres Bild davon, welche Projekte lokal vorangetrieben werden können und wo regionale Unterstützung besonders wichtig ist.
Regionale Zusammenarbeit konkret denken
In thematischen Arbeitsgruppen wurden zentrale Zukunftsfelder vertieft: Begegnungsorte und große Häuser, Wege und Bewegung, Kommunikation und Orientierung, Ortskernentwicklung und Mobilität, Kultur und Identität sowie Erlebnisorte. Dabei zeigte sich ein gemeinsamer Bedarf an guten Nutzungskonzepten, abgestimmter Kommunikation, tragfähigen Finanzierungsmodellen, gemeinsamer Infrastrukturplanung und neuen Formen der interkommunalen Kooperation.
Ein zentrales Leitmotiv war: Projekte dürfen nicht an Gemeindegrenzen enden. Ob Mobilität, Rad- und Wegenetze, Veranstaltungskonzepte, Leerstandsmanagement oder die Zukunft großer öffentlicher Gebäude – viele Herausforderungen lassen sich wirksamer lösen, wenn Ressourcen gebündelt und Zuständigkeiten klar geregelt werden.
Nächste Schritte für die Gemeinden
Zum Abschluss hielten die Gemeinden ihre wichtigsten Lieblingsprojekte und nächsten Schritte direkt auf den Luftbildteppichen fest und nahmen diese zurück in ihre Rathäuser. Damit wurde die Energie des Tages unmittelbar in die kommunale Arbeit übertragen. Die Gemeinderats-Werkstatt machte deutlich: Der Hochschwarzwald steht erst am Anfang eines langfristigen gemeinsamen Weges – mit viel Engagement, klaren Ideen und dem Ziel, die Region für Einheimische und Gäste nachhaltig attraktiv zu halten.
